Jahresprogramm 2011![]()
Museen an Main und Tauber Jahresübersicht 2011 (Rauchmuseum Freudenberg fehlt)
Der Museumsverbund „Museen an Main und Tauber“, zu dem die hauptamtlich geleiteten Museen in Miltenberg, Freudenberg, Wertheim, Homburg, Lohr, und Bad Mergentheim gehören, haben auch in der neuen Saison wieder einiges vor.
In Miltenberg steht das Jahr 2011 ganz im Zeichen einer musealen Erweiterung. Das Museum der Stadt Miltenberg bekommt Zuwachs. Es entstehen die Museen der Stadt Miltenberg. Am 2. Juli 2011 öffnet das neue Museum in der Mildenburg seine Pforten. Für das Museum.Burg.Miltenberg – Ikonen und moderne Kunst gab die Diözese Würzburg ihre wertvolle Ikonensammlung und bedeutende Werke zeitgenössischer Künstler als Leihgabe nach Miltenberg. Darunter befinden sich so klingende Namen wie Barlach, Beuys, Lange oder Polke. Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen zeichnet für das Ausstellungskonzept verantwortlich. Miltenberg punktet künftig also auch mit großen Namen der Kunstszene.
Das Museum.Stadt.Miltenberg zeigt dieses Jahr drei Ausstellungen:
Am 6. Mai beginnt „Abgelegt – Genisa-Funde in Unterfranken“, eine Ausstellung des Jüdischen Kulturmuseums Veitshöchheim in Zusammenarbeit mit dem Museum.Stadt.Miltenberg. In einer Genisa wurden Texte und Gegenstände, die nach jüdischer Religionsvorschrift nicht zerstört werden durften, deponiert.
Ab August folgt eine große Schau zur Bildberichterstatterin Groth-Schmachtenberger. Hier liegt der Fokus auf der Arbeit der Fotografin in Franken, vornehmlich im Zeitraum der 1930er bis 1950er Jahre.
Ab November zeigt man hier „Das Winterhilfswerk – Ein Sozialwerk als Instrument des NS-Regimes“. Die Besucher dürfen sich auf eine Fülle von Objekten und spannenden Informationen zu diesem lange vernachlässigten Thema unserer jüngsten Geschichte freuen.
Miltenberg positioniert sich jetzt mit zwei Museen: Ein Ausflug in die schöne Stadt am Main lohnt künftig doppelt. (www.museum-miltenberg.de)
Die Papiermühle in Homburg ist unter dem Motto „Die Papiermühle auf Tour“ vom 2. - 5. Juni auf der 21. Mainzer Minipressen-Messe sowie
von 11.-.13. Juni beim Gartenfest auf Schloss Eyrichshof bei Bamberg und am 18. Juni beim Büchermarkt Kirchberg an der Jagst mit Schöpfsieb und Bütte vertreten.
Ebenso bietet das Museum in Homburg ein umfangreiches Kursprogramm. In den Räumen von Schloss Homburg, einem Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert, und dem Museum Papiermühle, einem Komplex aus dem 17. Jahrhundert, finden die Kurse der Sommerakademie statt. Erfrischender Höhepunkt im Jahr ist wie stets das Museumsfest am 11. September mit vielen Künstlern und Kunsthandwerkern rund ums Papier. (www.papiermühle-homburg.de)
Im Spessartmuseum im Schloss zu Lohr am Main heißt es noch bis 18.9. „Stimmung – Rausch – Heilung. Zur Kulturgeschichte des Genussmittel und Drogen im Spessart“. Die Sonderausstellung berichtet vom Umgang mit Bier, Wein, Most, Schnaps, Tabak, Kaffee und geheimnisvollen Substanzen zur Förderung der Liebeslust oder für die Reisen in Welten jenseits des Alltags. Am Internationalen Museumstag, Sonntag, dem 15. Mai 2011, präsentieren Bewohner des Hauses Hirtenhof (Partenstein) ihre Maltechniken und Werke zum Thema Rausch bzw. Heilung. Das Lohrer Schneewittchen lädt von April bis September, jeweils am letzten Sonntag ab 15 Uhr, zur Märchenstunde ein. Ab Herbst gewährt die neue Sonderausstellung „Alles schön und sauber? Körper-, Haus- und Ortshygiene“ Einblicke nicht nur in „Stille Örtchen“ und andere „Heimlichkeiten“.
Das Wertheimer Grafschaftsmuseum hat bereits im März die neue ständige Abteilung „Was ist, das ist auch darstellbar“ – Werke von August und Josef Futterer eröffnet. In drei neu gestalteten Räumen werden die Federzeichnungen und Ölgemälde der beiden in München bekannt gewordenen Brüder August und Josef Futterer aus der Zeit um 1900 nun ständig präsentiert.
Auch das Modersohn-Kabinett im Grafschaftsmuseum wird neu gestaltet und ist ab 10. Juli 2011 wieder mit der vollständigen Sammlung „Otto und Louise Modersohn in Franken“ zu besichtigen. Ab 4. September bis 9. Oktober zeigt das Museum eine Fotoausstellung „Die jüdischen Friedhöfe im Main-Tauber-Kreis – Zeugen der Geschichte und Zeugnisse der Kultur“. Im Winter 2011/12 kann man im Grafschaftsmuseum eine neue volkskundliche Ausstellung besuchen, die ab 15. November unter dem Motto „Gut verpackt!“ Verpackungen aller Art aus vergangenen Zeiten zeigt.
Neben den in fünf historischen Gebäuden gezeigten Dauer- und Sonderausstellungen bietet das Grafschaftsmuseum ganzjährig Weinproben „nach Goethes Geschmack“ sowie ein umfangreiches museumspädagogisches Aktions-Programm für Kinder und Erwachsene an. (www.grafschaftsmuseum.de)
Hauptausstellung im Museum „Schlösschen im Hofgarten“ wird in der diesjährigen Saison, eine neue Auswahl aus der Sammlung Wolfgang Schuller mit Werken der Berliner Secession sein. Sie zeigt neben der ständigen Sammlung zur Berliner Secession auch Objekte aus Privatbesitz, darunter Gemälde von Max Liebermann, Max Slevogt, Lovis Corinth und vielen anderen Vertretern der Kunst um 1900.
Gleichzeitig mit der Neueröffnung des Modersohn-Kabinetts im Grafschaftsmuseum wird im nahe gelegenen Museum „Schlösschen im Hofgarten“ die Kabinettausstellung „Otto Modersohn und Max Liebermann – Eine Begegnung“ gezeigt (10. Juli – 1. November 2011). Zudem locken Lesungen und Konzerte sowie die Gartenmesse „Gartenwelten“ am 16/17. Juli in den Saal der Orangerie der historischen Sommerresidenz und den umgebenden englischen Park.
(www.schlösschen-wertheim.de)
Mit einem „Tag der offenen Tür“ hat das Glasmuseum Wertheim die Museumssaison 2011 (2. April – 1. Nov.) begonnen. Die Highlights des Glasmuseums sind: Glas von A bis Z, Glasperlen-Kabinett, Wissenschaftliches Glas-Kabinett, Internationale Studio- und Lampenglas-Sammlung, 30 Spiel- und Anfassstationen, Glasbläservorführung und Glaskugelblasen.
Am Sonntag, den 17. Juli eröffnet das Glasmuseum die Ausstellung „Paperweights – gläserne Briefbeschwerer – von 1840/42 bis 1945 und danach“ mit 600 Briefbeschwerern der Peter von Brackel-Sammlung, die anschließend als Dauerleihgabe ans Glasmuseum übergeben werden.
Auf Reisen geht das Glasmuseum 2011 mit dem Energieparcours (28 interaktive Stationen) im Mai zu der Würzburger Heuchelhof-Schule und im Juni nach Aurich ins dortige Kindermuseum Miraculum. Mit dem Glasbläser vor Ort ist das Glasmuseum am 7./8. Mai während der Veranstaltung zum 125-jährigem Jubiläum der Distelhäuser Brauerei.
Im September (23.-25.09) findet im Wertheimer Rathaus das Glasperlensymposium statt. Die dort gefertigten Wettbewerbsperlen werden anschließend im Glasmuseum ausgestellt. Wie jedes Jahr bildet die Weihnachtsausstellung mit historischem und modernem Christbaumschmuck den Abschluss der Museumssaison.
Neu ist das Angebot „WeinGlasGeschichte“ mit dem Weingästeführer Wilfried Oetzel. Nach einem Spaziergang durch die Weinberge im Taubertal testen die Teilnehmer beim anschließenden Besuch im Glasmuseum verschiedene Wein aus Kurfürstenbechern, venezianischen Flügelgläsern und geschliffenen Römern. (www.glasmuseum-wertheim.de)
In der großen Sommer-Sonderausstellung „Faszination Universum. Eine Reise durch Raum und Zeit“ im Deutschordensmuseum Bad Mergentheim kann man vom 8. April bis 18. September 2011 neueste Ergebnisse der Weltraumforschung kennen lernen und tiefe Einblicke in den Kosmos gewinnen. Ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm mit hochinteressanten Vorträgen und Führungen sowie Angeboten für Kinder und Jugendliche (z. B. einem „Eduvent“) begleitet die Schau.
Einen Höhepunkt im jährlichen Veranstaltungsreigen bildet 2011 der Schlosserlebnistag für Familien am 19. Juni. Ab 11 Uhr wird das Schloss unter ganz neuen Vorzeichen erfahrbar gemacht. Gute Unterhaltung für Erwachsene, Kinder und Jugendliche bei Führungen, Workshops, Musik, Essen und Trinken ist da garantiert.
Die Reihe „Literatur im Schloss“ wartet heuer mit Lesungen von Melinda Nadj Aboni und Matthias Brandt auf, außerdem mit einem italienisch inspirierten Sommerfest, bei dem u. a. der Schauspieler, Schriftsteller und begnadete Vorleser Hanns Zischler zu Gast sein wird.
Vorträge über Ritterbrüder im 18. Jahrhundert, über den Deutschen Orden und die Staufer sowie über Körperpflege im Mittelalter ergänzen das Jahresprogramm. (www.deutschordensmuseum.de)